Naturschutz

Fruchtgarten im Talgrund und Aufforstun-gen an den Hän
gen. Früher gab es hier nur Zuk-kerrohr.
Der Rio Santo Antônio Grande ist unglaublich schön. Er ver-bindet Barra mit São Luis de Quitunde. Muschelsamm-ler in Caúna. Die tiefe Was-serqualität des Flusses führt zu mageren Er-trägen. Die Mangroven schützen das Ufer des Rio Santo Antônio. Hier leben die kleinen, nahr-haften Krebse. Industrielle Ab-wässer der Zuckerfabrik in São Luis ma-chen den Fi-schern das Le-ben schwer. Auch die vielen Reiher leben von den kleinen Fischen und Krebsen in den überfluteten Mangroven. Schon bald nach Caúna verengt sich der Rio Santo Antônio, ist aber immer noch schiffbar. Vor São Luis de Quitunde wird der Fluss eng. Die Jangadas der Fischer kommen aber immer durch. Der einsame Strand von Car-ro Quebra-do gilt als einer der schönsten Strände von Brasilien. Am Carro Que-brado soll bald ein riesiger Hotelkomplex mit 440 Zim-mern gebaut werden.

 

Der Atlantikwald, die Mata Atlântica, hat ursprünglich grosse Teile von Brasilien bedeckt. Er ist weniger hoch als der Regenwald und extrem artenreich, da das Licht der Sonne bis zum Boden durchkommt. Heute ist er zu 87 % abgeholzt. In Caúna versuchen wir, ihn wieder aufzuforsten. Bereits wurden mehr als 100’000 Edelholz- und Mata-Bäume gepflanzt. Wir bemühen uns, auch den wunderschönen Flusslauf des angrenzenden Rio Santo Antônio Grande unter nachhaltigen Schutz zu stellen.